#Lektionen aus der Krise

DER CORONA-FAKTOR

ZIELGRUPPE: Inhaber, Geschäftsführer, Führungskräfte

 

Man braucht keine Kristallkugel, um vorherzusagen: Die Corona-Pandemie wird die Rahmenbedingungen in nahezu jeder Branche auf den Kopf stellen. Wie sollen Führungskräfte darauf reagieren? Welche Lektionen erteilt uns die Krise? Was muss sich in der Führung ändern, damit man bald wieder zu vergangener Stärke findet? Prof. Däfler gibt in seinem Vortrag keine abschließenden Antworten auf diese Fragen. Dies wäre vermessen. Noch ist es viel zu früh, um zu erfassen, was Corona langfristig für Folgen haben wird. Aber: Der Frankfurter Hochschullehrer liefert auf Basis des bereits jetzt Erkennbaren Denkanstöße sowie Impulse und regt dazu an, über den Tellerrand zu schauen.

 

So etwas gab es noch nie – Gesellschaft und Wirtschaft rund um den Globus sind in Schockstarre. Lockdown! Der schwarze Schwan „Corona“ hat in kürzester Zeit so ziemlich alles in Frage gestellt, woran wir glaubten. Noch Jahre werden die Nachwirkungen zu spüren sein – wirtschaftlicher ebenso wie persönlicher Art. Es war und ist eine Krise, die an den Grundpfeilern unseres Verständnisses von Zusammenleben und -arbeiten rüttelt, und zwar sehr massiv. 

 

Hatten Globalisierung und Digitalisierung ohnedies schon zu erheblichen Neuerungen geführt, werden durch Corona Veränderungstempo und -intensität noch zunehmen. Die Folgen der Pandemie werden unsere Arbeitswelt stärker beeinflussen als jede bisherige technische, methodische, politische oder ökonomische Errungenschaft – dies nennt Prof. Däfler den „Corona-Faktor“. Warum wird diese besondere Phase der Menschheitsgeschichte unsere Unternehmen, Behörden, Kanzleien, Praxen, Werkstätten und Labore so nachhaltig ändern?

  • Weil man neue Arbeitsmodelle (Home-Office, Remote-Work, Teilzeit ...) im Realbetrieb testen konnte und erkannte, dass sie funktionieren. So wird man sie auch zukünftig praktizieren.
  • Weil man nun auf längere Sicht – teilweise massiv – gezwungen sein wird, die Kosten zu senken und entsprechende Effizienzsteigerungs-Maßnahmen einleiten muss.
  • Weil bedingt durch die gesamtwirtschaftliche Abschwächung die Nachfrage längerfristig sinken wird und die Kunden ihr Kaufverhalten reduzieren bzw. ändern werden, wodurch neue Erlösmodelle gefunden werden müssen, was wiederum innerbetriebliche Veränderungen zur Folge haben wird.
  • Weil die Krise manche Schwachpunkte in der Organisation aufgedeckt hat, die nun beseitigt werden sollen. So wird man beispielsweise sicherlich in Erwägung ziehen, die lagerlose Fabrik wieder rückgängig zu machen. Vermutlich wird man auch darüber nachdenken, für die Produktion wichtige Teile wieder selbst herzustellen.
  • Vor allem jedoch: Weil Roboter und Algorithmen nicht von Viren befallen werden und keine Kinder zu betreuen haben, wird die Digitalisierung noch schneller voranschreiten.

Ohne moralgetränktes Geschwafel, ohne Tschakka-wir-schaffen-das-Parolen, dafür mit nüchterner Analyse und Weitblick entwirft Prof. Däfler ein Bild von der Arbeitswelt in der Post-Corona-Wirtschaft. Natürlich besitzt auch Däfler keine Kristallkugel, aber gesunden Menschenverstand und wirtschaftswissenschaftlicher Kompetenz. 

 

INHALTE

  • Schwarze Schwäne: 9/11, Eurokrise, Fukushima, Corona – Roulettewirtschaft 
  • Wunden lecken: Traumata nicht totschweigen
  • Value-Shift: Renaissance alter Werte
  • Prognose-Illusion: Das Ende der strategischen Planung
  • Szenario-Technik: Der Zufall hilft dem vorbereiteten Geist
  • Entscheidungs-Aversion: Denken und Handeln
  • Personalpolitik: In der Krise zeigen sich wahre Leader
  • Freefall-Economics: Vom Ende der Kurzatmigkeit
  • Kaputt gespart: Investieren nicht vergessen
  • Flexibilität: DIE zentrale Kompetenz im 21. Jahrhundert